Apropos Demokratie & #Klimaschutz
Viele in der Rest-#Klimabewegung (& im bürgerlichen Klimadiskurs) scheinen ang. unserer vernichtenden Niederlage einen Demokratiefetisch zu entwickeln, wo man nur "mehr Demokratie!" sagen muss, & die löst dann das Klimaproblem.
Leider lässt sich aber erstens kein empirischer Zusammenhang zwischen Regierungsform (demokratisch oder autoritär) und Klimaschutzerfolgen aufzeigen (zumindest dann nicht, wenn man Emissionen am Ort des Konsums von Waren, nicht an ihren Produktionsorten berechnet), außerdem gilt: Klimazerstörung wird durch wirtschaftliche Aktivität verursacht. Mehr davon bedeutet mehr Treibhausgase, weniger davon bedeutet (ceteris paribus) weniger Treibhausgase. Treibhausausstoß ist vollkommen regierungsforminelastisch, ob demokratisch oder autoritär, doesn't matter – die Klimakatastrophe ist Resultat einer Produktionsweise, nicht einer Regierungsform.
Die Idee, dass Demokratien besser beim Klimaschutz sind, als Autokratien, ist eine nette und nachvollziehbare Illusion, sie bleibt aber eine Illusion. Zwar stimmt es nämlich, dass Demokratien besser darin sind, lokale Umweltprobleme zu lösen, als autoritäre politische Systeme, weil sie bessere Mitsprache- und Interventionsmöglichkeiten für politische Akteure haben. Aber im Falle globaler Umweltprobleme ist eine national verfasste Externalisierungsdemokratie wie die deutsche UND teils die EU-ropäische auch nicht besser als andere Externalisierungsgesellschaften, sie bürdet ihren Scheiß anderen auf. Ist einfacher so.
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